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BARF-Knochen (RFK)



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BARF Knochen (RFK) - natürlicher Lieferant für Calcium

BARF-Knochen, auch als Rohfleischknochen, RFK = rohe fleischige Knochen bezeichnet, bilden einen zentralen Bestandteil der biologisch artgerechten Rohfütterung. Sie liefern natürliches Kalzium, Phosphor und weitere Mineralstoffe, die für den Knochenstoffwechsel, die Zahngesundheit und die Muskulatur essenziell sind. Diese Kombination unterstützt eine naturnahe Knochenfütterung und ergänzt hochwertiges Barffleisch optimal.
Knochen werden grundsätzlich roh angeboten, teilweise gewolft, um auch empfindlichen Tieren eine sichere Aufnahme zu ermöglichen.

RFK steht für Rohfleischknochen oder rohe, fleischige Knochen und bezeichnet rohe, unbehandelte Knochen, an denen sich noch ein natürlicher Anteil an Fleisch, Fett, Bindegewebe und Knorpel befindet.
Optimalerweise besteht ein RFK aus ca. 50% Fleisch und 50% Knochensubstanz - es ist bei BARF nie die blanke Knochensubstanz gemeint.

 

Unterschiede zwischen verschiedenen Knochenarten und deren Nährstoffgehalt

Je nach Tierart unterscheiden sich Knochen deutlich in Struktur und Härte. Hühnerknochen und Entenknochen gelten als eher weichere Knochen, während Rinderknochen und Lammknochen deutlich härter ausfallen. Lammknochen, Putenknochen und Wildknochen bieten eine ausgewogene Kombination aus Mineralstoffen und Knorpel. Wildknochen punkten zusätzlich durch ihre naturnahe Herkunft und eine hohe Akzeptanz. Alle Varianten sind natürlich kalziumreich und eignen sich – richtig ausgewählt – hervorragend für die regelmäßige Fütterung.

Optimal ist eine Mischung von weicheren und härteren Knochen innerhalb eines BARF-Plans. So entsteht eine bedarfsgerechte Calciumzufuhr und ein ausgewogenes Calcium:Phosphor-Verhältnis.

 

Vor- & Nachteile von BARF-Knochen für Hund & Katze

BARF-Knochen fördern die Zahnpflege, stärken das Gebiss und unterstützen eine gesunde Verdauung. Für Hunde bieten sie zusätzlich Beschäftigung und Kaumuskeltraining. Bei falscher Auswahl oder zu großen Stücken können jedoch Risiken entstehen, weshalb Qualität, Größe und Verarbeitung entscheidend sind.

Knochen sind in einer BARF-Ration unverzichtbar, da sie die Calciumversorgung sicherstellen. Wird auf Knochen verzichtet, ist es unumgänglich über spezielle Supplemente das notwendige Calcium zuzuführen.

 

Zusammensetzung & Ergänzungen bei BARF-Knochen

Hauptbestandteile: Kalzium, Phosphor & Mineralstoffe

Frische Knochen liefern auf natürlicher Weise Calcium und Phosphor. Ergänzend enthalten sie Spurenelemente sowie Knorpel, der die Gelenkgesundheit unterstützt.
Die Calciumzufuhr ist essentiell für eine ausgewogene Ernährung, ebenso ist das Calcium:Phosphor-Verhältnis entscheidend für einen gesunden Stoffwechsel.

Üblicherweise beträgt der Anteil RFK in einer BARF-Ration 15% des tierischen Anteils. Werden nur weichere Knochen genutzt, kann die Menge auf 20% erhöht werden.


Kombination mit Muskelfleisch, Innereien und Fetten

Ein ausgewogener Futterplan nach BARF-Prinzip kombiniert Barffleisch, Innereien und Fettquellen mit passenden Knochen, um eine vollwertige Nährstoffversorgung sicherzustellen. Bei der Zusammenstellung findet die Orientierung am Aufbau des Beutetiers statt - welches auch Knochen liefern würde.

 

Zusätze und Supplemente zur optimalen Versorgung

Alternativ oder ergänzend kommen Fleischknochenmehle, Calciumergänzungen oder ein gezielter Knochenersatz zum Einsatz.
Natürlich müssen auch andere notwendige Ergänzungen wie Öle oder die Jodversorgung erfolgen.

Tipp: Besonders bei Welpen zu Beginn oder Senioren empfiehlt sich die Verwendung von gewolften Knochen, da sie leichter aufzunehmen und zu verwerten sind.
Bei Schlingern sollten aus Sicherheitsgründen ausschließlich gewolfte Knochen einsetzt werden.
 


Wichtiger Hinweis zur Fütterung von RFK (Rohfleischknochen)

Rohfleischknochen dürfen ausschließlich roh verfüttert werden. Dieser Punkt ist für die sichere und gesunde Ernährung von Hunden und Katzen von zentraler Bedeutung. Durch Erhitzen, Kochen, Braten oder Dämpfen verändert sich die physikalische Struktur der Knochen grundlegend. Gekochte Knochen verlieren ihre natürliche Elastizität, werden spröde und können splittern. Dadurch steigt das Risiko für Verletzungen im Maul-, Rachen- und Verdauungstrakt erheblich.

Rohe Fleischknochen behalten hingegen ihre biegsame Struktur. Sie lassen sich besser zerkauen, speicheln sich intensiv ein und werden im Magen durch die Magensäure kontrolliert aufgeschlossen. Das verbessert nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Verwertbarkeit der enthaltenen Mineralstoffe. Insbesondere kalziumreiche Bestandteile sowie Phosphor stehen dem Körper in roher Form deutlich besser zur Verfügung als nach thermischer Behandlung.

Für eine sichere Anwendung gilt: RFK niemals erhitzen, niemals vorkochen und niemals aus bereits gegarten Fleischprodukten entnehmen. Nur roh behalten Rohfleischknochen ihre Funktion als natürlicher, sicherer und artgerechter Mineralstofflieferant.

 

Tragende Knochen – warum sie für die Rohfütterung ungeeignet sind

Tragende Knochen sind Knochen, die im lebenden Tier das Körpergewicht tragen, beispielsweise Röhrenknochen aus Beinen und Läufen von Rind oder Wild. Diese Knochen zeichnen sich durch eine besonders hohe Dichte und Härte aus, da sie für Stabilität und Belastbarkeit ausgelegt sind. Genau diese Eigenschaften machen tragende Knochen für die Rohfütterung von Hunden und Katzen problematisch. Sie sind selbst im rohen Zustand sehr widerstandsfähig und lassen sich kaum zerkauen oder sicher zermahlen.

Bei der Fütterung besteht ein erhöhtes Risiko für Zahnfrakturen, insbesondere an den Reißzähnen. Zudem liefern tragende Knochen im Verhältnis wenig verwertbare Nährstoffe, da sie nur einen geringen Anteil an Fleisch, Mark oder Knorpel enthalten. Der gewünschte Beitrag zur Calcium- und Phosphorversorgung fällt daher deutlich geringer aus als bei weichen, fleischigen Rohfleischknochen.

Für eine sichere und bedarfsgerechte Rohfütterung eignen sich stattdessen nicht tragende Knochen wie Hälse, Rücken oder Brustknochen. Diese sind weicher, besser verdaulich und liefern neben Mineralstoffen auch wertvolle strukturgebende Bestandteile. Tragende Knochen sollten daher grundsätzlich nicht als Bestandteil der regulären Fütterung eingesetzt werden.

 

Knorpel und Euter Calciumversorgung – klare Abgrenzung zu Knochen

Knorpel sind durchaus ein wertvoller Bestandteil der Rohfütterung, können Knochen jedoch nicht ersetzen. Sie liefern vor allem strukturgebende Stoffe wie Kollagen, Glucosamin und Chondroitin und unterstützen damit Gelenke, Sehnen und Bänder. Für die Calciumversorgung spielen Knorpel jedoch nur eine untergeordnete Rolle, da ihr Calciumgehalt sehr gering ist. Eine bedarfsgerechte Mineralstoffversorgung lässt sich daher nicht über Knorpel allein sicherstellen.

Auch Euter wird in der BARF-Fütterung häufig eingesetzt, enthält jedoch ebenfalls praktisch kein Calcium. Es liefert vor allem Energie, Fett und Bindegewebe und eignet sich als ergänzende Fleischkomponente wenn verträglich, nicht aber zur Deckung des Calciumbedarfs. Werden Knochen reduziert oder weggelassen, muss die Calciumversorgung zwingend über kalziumreiche Rohfleischknochen oder geeignete Alternativen wie Knochenmehl oder einen gezielten Knochenersatz erfolgen.

Kurz gesagt: Knorpel und Euter sind sinnvolle Ergänzungen im Futterplan, ersetzen jedoch keine Knochen und dürfen nicht als Calciumquelle eingeplant werden.

 

FAQ

Woraus bestehen BARF-Knochen (RFK)?

Sie bestehen aus rohen Knochen, Fleischresten, Fett, Mark und Knorpel.

Wie oft sollte man Hunde & Katzen mit BARF-Knochen füttern?

Die Verteilung der Knochenmenge sollte auf mehrmals wöchentlich erfolgen, angepasst an Größe und Aktivität der Hunde. In der Regel wird empfohlen, die wöchentliche Knochenmenge auf mindestens 3 Tage zu verteilen.

Warum sollte ich meinen Hund oder meine Katze mit BARF-Knochen barfen und welche Vorteile hat es?

Die Fütterung unterstützt Zahnpflege, die essentielle Mineralstoffversorgung und eine natürliche Ernährung im Barf-Konzept. Außerdem ist Knochenkauen auch eine gute Beschäftigung.

Für welche Hunde & Katzen eignen sich BARF-Knochen besonders?

Grundsätzlich eignen sich Rohfleischknochen für Hunde und Katzen jeden Alters. Bei manchen Erkrankungen kann es jedoch sinnvoll sein auf die Gabe von Knochen zu verzichten oder auf gewolfte Knochen auszuweichen.

Wie setzt sich ein optimaler BARF-Knochen-Mix zusammen?

Eine Mischung aus weicheren und härteren Knochen sorgt für eine optimale Versorgung und bietet automatisch Abwechslung in der Ration - zum Beispiel eine Kombination aus Hühnerhälsen und Lammrippen in der wöchentlichen Zusammenstellung. 

Wie lagere ich BARF-Knochen richtig?

Tiefgekühlt bei konstant niedriger Temperatur.

Wie lange sollte man BARF-Knochen auftauen lassen?

Schonend im Kühlschrank, bis sie vollständig aufgetaut sind. Nach dem Auftauen sollten sie zeitnah verbraucht werden.

Wie erfolgt die Abholung von BARF-Knochen bei uns?

Die Abholung erfolgt tiefgefroren nach Bestellung in unserem Onlineshop. Bitte warten Sie die Benachrichtigung ab, dass Ihre Ware bereitsteht.

Welche Knochen eignen sich am besten zum Barfen?

Als Grundsatz: Alle Knochen außer tragende Knochen vor größeren Tieren. Beinknochen vom Rind sind zum Beispiel aufgrund ihrer Härte nicht empfehlenswert.

Wie gesund sind BARF-Knochen?

Bei richtiger Auswahl sehr gesund und natürlich kalziumreich. Sie stellen die essentielle Versorgung mit Calcium sicher.

Wie gut verdaulich sind BARF-Knochen?

Für gesunde Hunde und Katzen in der Regel gut verdaulich, insbesondere wenn sie gewolft angeboten werden.

 


 

Lesetipp:

Knochen in der Rohfütterung

 


Begriffserklärung: Calcium-Phosphor-Verhältnis (Ca:P-Verhältnis) 

Das Calcium-Phosphor-Verhältnis, häufig als Ca:P-Verhältnis bezeichnet, beschreibt das mengenmäßige Verhältnis von Calcium zu Phosphor in der täglichen Futterration. Beide Mineralstoffe stehen in enger Wechselwirkung zueinander und erfüllen zentrale Aufgaben im Organismus von Hunden und Katzen. Calcium sorgt vor allem für die Stabilität von Knochen und Zähnen, unterstützt die Muskelkontraktion sowie die Reizweiterleitung der Nerven. Phosphor ist unter anderem an der Energiegewinnung, am Zellstoffwechsel und ebenfalls am Aufbau der Knochen beteiligt.

Für eine gesunde Rohfütterung gilt ein Verhältnis von etwa eins Komma zwei bis eins Komma vier zu eins als optimal, also mehr Calcium als Phosphor. BARF-Knochen spielen hierbei eine entscheidende Rolle, da sie natürlicherweise kalziumreich sind und Phosphor in einer gut verwertbaren Form liefern. Besonders Rohfleischknochen mit einem hohen Anteil an Knorpel tragen dazu bei, dieses Verhältnis auf natürliche Weise auszugleichen.

Ein dauerhaftes Ungleichgewicht kann gesundheitliche Folgen haben. Ein Calciumüberschuss bei gleichzeitigem Phosphormangel kann die Aufnahme anderer Mineralstoffe hemmen, während ein Phosphorüberschuss langfristig die Knochenmineralisierung beeinträchtigt. Gerade bei wachsenden Tieren, tragenden Hündinnen oder sehr aktiven Hunden ist daher eine exakte Berechnung unerlässlich.

Durch die gezielte Kombination von Barffleisch, Innereien und passenden Knochen oder hochwertigem Fleischknochenmehl lässt sich das Ca:P-Verhältnis präzise steuern und dauerhaft stabil halten.

Tipp: Werden nur weichere Knochen verfüttert, lohnt sich eine Berechnung des Calcium:Phosphor-Verhältnisses um ggf. gezielt Calcium zu ergänzen.