BARF-Geflügel
BARF-Geflügel – natürliche, artgerechte Ernährung für Hunde und Katzen
Wer seinen Vierbeiner gesund, natürlich und artgerecht ernähren möchte, trifft mit BARF-Geflügel eine ausgezeichnete Wahl. Geflügelfleisch ist leicht verdaulich, nährstoffreich und besonders gut für empfindliche Tiere geeignet. Im Folgenden erfährst du alles Wichtige rund um Zusammensetzung, Fütterung, Lagerung und Vorteile von BARF-Geflügel.
Woraus besteht BARF-Geflügel?
BARF-Geflügelfleisch setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen, die den natürlichen Aufbau eines Beutetiers nachahmen: Muskelfleisch, Knochen, Knorpel, Innereien (zum Beispiel Leber, Herz, Magen) und – je nach Mischung – etwas Fett. Diese Kombination liefert wertvolle Proteine, Vitamine, Mineralstoffe und Kalzium für eine ausgewogene Ernährung.
Wie oft sollten Hunde und Katzen BARF-Geflügel bekommen?
Geflügelfleisch kann täglich oder mehrmals pro Woche gefüttert werden. Eine ausgewogene BARF-Ernährung besteht idealerweise aus verschiedenen Fleischsorten – Huhn und Ente eignen sich hervorragend für den Einstieg oder für empfindliche Tiere. Für Abwechslung im Napf empfiehlt sich ein Wechsel mit Rind, Lamm oder Fisch.
Warum Geflügel barfen? – Die Vorteile
Geflügelfleisch ist mager, leicht verdaulich und enthält hochwertiges Rohprotein. Es unterstützt eine gesunde Muskulatur, glänzendes Fell und eine stabile Verdauung. Besonders für Welpen, Senioren und sensibel reagierende Tiere ist BARF-Geflügel ideal, da es den Magen-Darm-Trakt schont und gut verträglich ist.
Tipp: Geflügel lässt sich hervorragend für BARF-Anfänger nutzen. Wer seinen Hund oder seine Katze zum ersten Mal auf Rohfütterung umstellt, sollte mit Huhn oder Pute beginnen – diese Fleischsorten sind besonders mild und helfen, das Verdauungssystem langsam an frisches Fleisch zu gewöhnen. Nach ein bis zwei Wochen kann schrittweise auf andere Sorten erweitert werden.
Für welche Tiere eignet sich BARF-Geflügelfleisch besonders?
BARF-Geflügel ist optimal für empfindliche Hunde und Katzen, für Allergiker sowie für Tiere, die gerade auf BARF umgestellt werden. Der milde Geschmack und die gute Verdaulichkeit erleichtern den Einstieg in die Rohfütterung. Auch bei Übergewicht oder Leberproblemen ist Geflügelfleisch dank seines niedrigen Fettgehalts empfehlenswert.
Großstückig oder gewolft – was ist besser?
Ob gewolftes Geflügel oder große Stücke gefüttert werden, hängt vom Tier ab:
- Große Stücke fördern den Kauapparat und die Zahnpflege.
- Gewolftes Fleisch eignet sich für kleine Hunde, Katzen, Senioren oder Tiere mit Zahnproblemen.
- Beide Varianten sind gleichwertig, solange sie aus hochwertigem Frostfleisch bestehen.
Geflügelknochen beim BARFEN
Geflügelknochen sind ein wichtiger Bestandteil der BARF-Ernährung, da sie auf natürliche Weise Kalzium und Phosphor liefern. Besonders weiche, rohe Knochen wie Hühnerhälse, Flügel oder Karkassen können problemlos gefüttert werden – sie splittern nicht und unterstützen den Zahnerhalt sowie die Kiefermuskulatur.
Wichtig ist jedoch, Geflügelknochen niemals gegart zu verfüttern, da sie beim Erhitzen spröde werden und verletzungsgefährdend sind. Für Tiere, die keine Knochen kauen können oder dürfen, eignen sich alternativ gewolfte Knochen oder fein vermahlenes Knochenmehl als sichere Kalziumquelle.
Geflügelfett und Linolsäure – wertvolle Energiequelle im BARF-Futter
Geflügelfett ist weit mehr als nur ein Geschmacksträger – es liefert Hunden und Katzen wichtige Energie und versorgt sie mit essenziellen Fettsäuren. Besonders hervorzuheben ist die enthaltene Linolsäure, eine ungesättigte Omega-6-Fettsäure, die eine zentrale Rolle für Hautgesundheit, Fellglanz und eine intakte Zellmembran spielt. Ein ausgewogener Anteil an Geflügelfett sorgt dafür, dass das Futter nicht zu mager ist und der Energiebedarf – insbesondere bei aktiven Hunden, Welpen oder stillenden Hündinnen – optimal gedeckt wird.
Da Linolsäure vom Körper nicht selbst hergestellt werden kann, muss sie über das Futter zugeführt werden. Geflügelfleisch liefert hier eine natürliche, leicht verwertbare Quelle. Besonders Hühner- und Entenfett enthalten hohe Mengen Linolsäure und ergänzen die BARF-Mahlzeit ideal.
Tipp: Wenn dein Hund oder deine Katze zu trockener Haut oder stumpfem Fell neigt, kann ein leicht erhöhter Anteil an Geflügelfett oder die Zugabe von Hühnerhaut helfen, den Linolsäurebedarf natürlich zu decken – ganz ohne synthetische Zusätze.
Empfohlene Zusätze bei BARF-Geflügel
BARF-Geflügel muss mit Ergänzungen wie Calciumquellen (zum Beispiel Eierschalenpulver oder Algenkalk) und Seealgenmehl versehen werden um eine Bedarfsdeckung zu erreichen. Ergänzend liefern Gemüse, Obst und etwas Öl wichtige Vitamine, Ballaststoffe und Fettsäuren.
Lagerung und Auftauen von BARF-Geflügel
Geflügelfleisch sollte stets tiefgekühlt bei mindestens minus 18 Grad Celsius gelagert werden. Zum Auftauen das Fleisch langsam im Kühlschrank über etwa 12 Stunden auftauen lassen. Danach innerhalb von 24 Stunden verfüttern – so bleiben Vitamine und Frische optimal erhalten.
Abholung von BARF-Geflügel
Nach der Bestellung kann das Frostfutter bequem bei uns abgeholt werden. Wir achten auf eine durchgehende Kühlkette, damit das Fleisch in bester Qualität und hygienisch einwandfrei bei dir ankommt.
Welches Geflügelfleisch eignet sich zum Barfen?
Besonders beliebt sind Huhn, Ente, Pute und Wachtel. Jede Art bringt individuelle Vorteile:
- Huhn: mager, gut verträglich
- Ente: aromatisch, enthält mehr Fett – ideal im Winter
- Pute: proteinreich, fettarm
- Wachtel: feines Fleisch, gut für Allergiker
Wie gesund und verdaulich ist BARF-Geflügel?
BARF-Geflügel gilt als sehr gut verdaulich und ist reich an essentiellen Aminosäuren. Es stärkt die Muskulatur, unterstützt die Organfunktionen und liefert ein ideales Verhältnis von Eiweiß zu Fett. Die hohe Bioverfügbarkeit sorgt dafür, dass Hunde und Katzen die enthaltenen Nährstoffe optimal verwerten können.
Fazit
BARF-Geflügel bietet eine natürliche, ausgewogene und artgerechte Ernährung für Hunde und Katzen. Es überzeugt durch seine hohe Verdaulichkeit, niedrigen Fettgehalt und reichhaltigen Nährstoffe. Ob gewolft oder in Stücken, Huhn oder Ente – Geflügelfleisch ist ein echter Allrounder in der Rohfütterung und ideal für empfindliche oder allergische Tiere geeignet.
FAQ
Wie lange hält aufgetautes BARF-Geflügel im Kühlschrank?
Nach dem Auftauen innerhalb von 24 Stunden verfüttern.
Kann ich BARF-Geflügel mischen?
Ja, eine Kombination verschiedener Fleischsorten sorgt für eine ausgewogene Nährstoffzufuhr.
Warum ist Geflügel beim BARFen so beliebt?
Geflügel zählt zu den beliebtesten Fleischsorten beim BARFen, weil es besonders mager, leicht verdaulich und nährstoffreich ist. Huhn, Pute oder Ente liefern hochwertiges Eiweiß und wertvolle Fettsäuren. Zudem wird Geflügel von vielen Vierbeinern gerne gefressen und eignet sich hervorragend als Einstieg in die BARF-Ernährung.
Worauf sollte ich bei der Fütterung von Geflügel-Frostfleisch achten?
Geflügel-Frostfleisch sollte stets schonend aufgetaut und kühl gelagert werden, um die Nährstoffe zu erhalten. Eine hygienische Verarbeitung ist wichtig, wie bei allen Fleischprodukten.
Ist rohes Geflügel gefährlich?
Bei hygienischer Lagerung und korrektem Auftauen ist BARF-Geflügel unbedenklich und sicher.
Begriffserklärung
BARF: Abkürzung für „Biologically Appropriate Raw Food“ oder „Bones And Raw Food“. Es bezeichnet eine Fütterungsmethode bei Hunden und Katzen, bei der überwiegend rohes Fleisch, rohe Knochen, Innereien, Gemüse/Obst und Ergänzungen verwendet werden – mit dem Ziel, möglichst naturnah und artgerecht zu füttern.