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BARF-Fett



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BARF Fett - wichtige Energiequelle für Hunde und Katzen

BARF-Fett ist ein zentraler Bestandteil der BARF-Ernährung und dient als hochkonzentrierte Energiequelle für Hunde und Katzen. Während Muskelfleisch vor allem Rohprotein liefert, stellt Fett den Hauptenergieträger dar und beeinflusst maßgeblich den Fettgehalt sowie den Gesamtfettgehalt der Ration. Ein bedarfsgerechter Fettanteil sorgt dafür, dass die tägliche Futtermenge nicht unnötig erhöht werden muss, um den Energiebedarf zu decken.
Ein unzureichender Fettgehalt in der BARF-Ration führt zu einer vermehrten Produktion von Stoffwechselgiften, die auf Dauer den gesamten Organismus belasten und gesundheitliche Probleme hervorrufen können.

Im BARF-Konzept stammt Fett überwiegend aus tierischen Quellen wie Rinderfett, Lammfett, Hühnerfett, Pferdefett, Wildfett oder Ziegenfett. Diese Fette liefern essenzielle Fettsäuren, unterstützen die Nährstoffaufnahme fettlöslicher Vitamine und stabilisieren die Fettzufuhr bei aktiven Vierbeinern. Besonders bei schlanken oder sehr aktiven Hunden spielt die ausreichende, gezielte Fettzugabe eine entscheidende Rolle.

Ein zu niedriger Mindestfettgehalt kann langfristig zu Energiemangel führen, während ein überhöhter Fettgehalt die Verdauung belastet. Deshalb empfiehlt sich der Einsatz eines Fettrechners, um die passende Fettmenge exakt an Körpermasse, Aktivitätslevel und Zusammensetzung der Ration anzupassen. Hochwertiges BARF-Fett ergänzt Muskelfleisch  optimal und sorgt für eine ausgewogene, artgerechte Ernährung auf Rohfutterbasis.

Als Mindestfettgehalt für einen gesunden Stoffwechsel gilt ein Fettgehalt von 15% im Muskelfleisch für Hunde. Liegt der Fettgehalt des verwendeten Muskelfleischs unter 15% Fettgehalt, muss also rohes Fett ergänzt werden.
Je nach Aktivität und individuellem Kalorienbedarf kann der Fettgehalt im Muskelfleisch auf bis zu 25% angehoben werden. Diese hohen Fettmengen sind jedoch nicht häufig nötig, die meisten Hunde kommen mit einem Fettgehalt von bis zu 20% im Muskelfleisch bestens klar.

 

Vor- und Nachteile von BARF-Fett für Hund und Katze

BARF-Fett bietet zahlreiche Vorteile für Hunde und Katzen, wenn es gezielt eingesetzt wird. Als konzentrierte Energiequelle ermöglicht es eine bedarfsgerechte Versorgung, ohne die Futtermenge stark zu erhöhen. Das ist besonders relevant für Vierbeiner mit hohem Energiebedarf, etwa im Sport oder bei Untergewicht. Zudem verbessert ein ausgewogener Fettanteil die Akzeptanz der Mahlzeit und unterstützt eine stabile Fettzufuhr.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Flexibilität: Durch die gezielte Fettzugabe lässt sich der Fettgehalt der Ration unabhängig vom verwendeten Fleisch steuern. Mageres Rind oder stark entsehntes, gewolftes Fleisch kann so problemlos ergänzt werden. Gleichzeitig liefern tierische Fette wertvolle Fettsäuren, die Haut, Fell und Stoffwechsel unterstützen.

Zu den möglichen Nachteilen zählt eine zu hohe Fettmenge, die bei empfindlichen Hunden Verdauungsprobleme verursachen kann. Auch hier schafft ein Fettrechner Abhilfe, da er den optimalen Fettanteil exakt berechnet. Entscheidend ist zudem die Qualität: Reines Rinderfett, Lammfett oder Hühnerfett ohne Zusätze eignet sich deutlich besser als stark verarbeitete Fettquellen. Insgesamt überwiegen die Vorteile klar, sofern BARF-Fett bewusst dosiert und an die individuelle Körpermasse angepasst wird.

 

Zusammensetzung und Ergänzungen bei BARF-Fett

Ein optimaler BARF-Fett-Mix basiert auf hochwertigen tierischen Fetten und ergänzt die Ration gezielt. Fett vom Rind bildet häufig die Basis, da es gut verfügbar ist und einen stabilen Fettgehalt aufweist. Ergänzend kommen Lammfett, Pferdefett oder Ziegenfett zum Einsatz, um Abwechslung in die Fettquelle zu bringen. Diese Vielfalt unterstützt eine ausgewogene Versorgung mit unterschiedlichen Fettsäuren.

BARF-Fett liefert zwar Energie, enthält jedoch kaum Rohprotein. Deshalb kombiniert die Fütterung Fett immer mit Muskelfleisch, Innereien und Knochen. Das Zusammenspiel aus Fleisch, Fett und Mineralstoffquellen bestimmt den finalen Fettanteil und den Gesamtfettgehalt der Mahlzeit. Besonders bei sehr magerem Fleisch ist eine zusätzliche Fettzugabe essenziell.

Sinnvolle Ergänzungen sind ausgewählte Öle zur Feinjustierung der Fettsäuren, etwa zur Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren. Öle ersetzen jedoch nicht die Zufuhr von tierischem, rohem Fett.

Tipp: Ein Fettrechner hilft, den Fettgehalt exakt an Aktivität, Alter und Körpermasse anzupassen und Verdauungsprobleme zu vermeiden.

 

Warum Öle kein rohes Fett ersetzen können

Öle und rohes tierisches Fett erfüllen in der BARF-Ernährung unterschiedliche Funktionen und sind nicht gleichwertig austauschbar. Rohes Fett wie Rinderfett, Lammfett oder Hühnerfett stellt in erster Linie eine hochverfügbare Energiequelle dar. Es liefert den Großteil der benötigten Kalorien, beeinflusst den Fettgehalt der Ration maßgeblich und sorgt dafür, dass Hunde ihren Energiebedarf decken, ohne dass die Futtermenge unnötig ansteigen muss.

Öle hingegen bestehen nahezu ausschließlich aus isolierten Fettsäuren und enthalten keine strukturgebenden Fettbestandteile, wie sie in rohem Fett natürlicherweise vorkommen. Dadurch fehlt ihnen die Fähigkeit, den Mindestfettgehalt und den erforderlichen Gesamtfettgehalt einer BARF-Ration stabil abzubilden. Selbst größere Mengen Öl können rohes Fett daher nicht sinnvoll ersetzen, da sie die Ration einseitig verschieben und den natürlichen Fettanteil verfälschen.

Ein weiterer Unterschied liegt in der Verdauung. Rohes tierisches Fett wird im Verdauungstrakt von Vierbeinern langsamer und gleichmäßiger verwertet. Öle passieren den Magen deutlich schneller und können bei empfindlichen Hunden Durchfall oder Fettstuhl verursachen, wenn sie in Mengen gefüttert werden, die eigentlich der Fettzugabe dienen sollen. Für die Berechnung der passenden Fettmenge berücksichtigen Fettrechner deshalb rohes Fett als Basis, während Öle lediglich als gezielte Ergänzung zur Versorgung mit bestimmten Fettsäuren dienen.

Zusammengefasst: Öle optimieren die Fettsäurezusammensetzung, rohes Fett deckt den Energiebedarf. Erst die Kombination aus beidem ermöglicht eine ausgewogene, bedarfsgerechte BARF-Fütterung.

 

Warum starke Schwankungen in der Fettzufuhr vermieden werden sollten

Eine gleichmäßige Fettzufuhr ist ein zentraler Faktor für eine stabile und gut verträgliche BARF-Ernährung. Fett ist die wichtigste Energiequelle in der Rohfütterung und wird vom Organismus von Hunden kontinuierlich benötigt. Kommt es zu starken Schwankungen im Fettgehalt der Ration, muss sich der Verdauungstrakt ständig neu anpassen. Diese permanente Umstellung belastet insbesondere Bauchspeicheldrüse, Leber und Darm.

Bei plötzlichen Erhöhungen der Fettmenge kann der Körper die Lipaseproduktion nicht schnell genug anpassen. Die Folge sind unverdautes Fett im Darm, weicher Kot oder Fettstuhl. Umgekehrt führen Phasen mit zu niedrigem Fettanteil dazu, dass der Energiebedarf nicht gedeckt wird, obwohl die Futtermenge unverändert bleibt. Der Körper reagiert darauf mit Gewichtsverlust, Leistungseinbußen und einer schlechteren Verwertung fettlöslicher Vitamine. Besonders empfindlich reagieren hier aktive Vierbeiner und Hunde mit hohem Energieumsatz.

Auch der Stoffwechsel profitiert von Konstanz. Eine gleichbleibende Fettzufuhr sorgt für einen stabilen Blutzuckerspiegel, eine verlässliche Energiebereitstellung und eine gleichmäßige Verdauungsleistung. Starke Schwankungen erschweren zudem die Beurteilung der Verträglichkeit einzelner Komponenten, da nicht klar erkennbar ist, ob Beschwerden durch Fleisch, Fettquelle oder Menge ausgelöst werden.

Deshalb empfiehlt es sich, die Fettmenge schrittweise anzupassen und dauerhaft auf einem möglichst konstanten Niveau zu halten. Ein Fettrechner unterstützt dabei, den passenden Fettanteil einmal sauber zu ermitteln und langfristig beizubehalten. So bleibt die BARF-Ration planbar, ausgewogen und gut verträglich.

 

Kohlenhydrate als Alternative, wenn Fett nicht verträglich ist

Wenn Fett dauerhaft oder über einen längeren Zeitraum nicht vertragen wird, ist eine Anpassung der Energieversorgung sinnvoll und in vielen Fällen auch notwendig. In solchen Situationen können Kohlenhydrate eine wichtige unterstützende Rolle übernehmen. Sie dienen dann nicht als vollwertiger Ersatz für Fett, sondern als praktikable Energiealternative, um den Energiebedarf zu decken, ohne den Verdauungstrakt zu überlasten.

Gerade bei empfindlichen Hunden kann eine reduzierte Fettzufuhr erforderlich sein, um Verdauungsbeschwerden zu vermeiden. Wird Fett stark eingeschränkt, reicht die Energie aus Fleisch allein häufig nicht aus, da eine Erhöhung der Futtermenge automatisch auch die Proteinzufuhr steigert. Kohlenhydrate ermöglichen es in diesem Fall, zusätzliche Energie bereitzustellen, ohne den Proteinanteil weiter anzuheben. Das entlastet Stoffwechsel und Verdauung gleichermaßen.

Wichtig ist dabei eine realistische Einordnung: Kohlenhydrate liefern Energie, übernehmen jedoch nicht die funktionellen Aufgaben von Fett. Essenzielle Fettsäuren müssen weiterhin in kleinen, gut verträglichen Mengen ergänzt werden, um Haut, Fell und Nährstoffaufnahme zu unterstützen. Auch bei eingeschränkter Fettverträglichkeit benötigt der Körper einen gewissen Mindestfettgehalt, selbst wenn dieser deutlich niedriger ausfällt als bei einer klassischen BARF-Ration.

In der Praxis hat sich bewährt, Fett auf das individuell verträgliche Maß zu reduzieren und den verbleibenden Energiebedarf gezielt über gut aufgeschlossene Kohlenhydrate zu decken. Ein Fettrechner hilft dabei, den Fettanteil präzise zu bestimmen und Überforderungen zu vermeiden. So entsteht eine ausgewogene, bedarfsgerechte Ration, die Rücksicht auf Verträglichkeit nimmt und dennoch eine stabile Energieversorgung sicherstellt.

 

FAQ

Woraus besteht BARF-Fett?

BARF-Fett besteht aus reinem, rohem, tierischem Fett wie Rinderfett, Lammfett, Hirschfett oder Hühnerfett, völlig naturbelassen.

Wie oft sollte man Hunde und Katzen mit BARF-Fett füttern?

Die Fettzugabe erfolgt in der Regel täglich, angepasst an Futtermenge, Aktivität und individuellen Bedarf der Hunde. Eine möglichst gleichbleibende Fettzufuhr ist zu bevorzugen.

Warum sollte ich meinen Hund oder meine Katze mit BARF-Fett barfen und welche Vorteile hat es?

BARF-Fett liefert eine hochwertige Energiequelle, stabilisiert den Fettgehalt der Ration und unterstützt eine artgerechte BARF-Ernährung. Ein ausreichender Fettgehalt ist essentiell für den gesunden Stoffwechsel einer BARF-Ration.

Für welche Hunde und Katzen eignet sich BARF-Fett besonders?

Besonders aktive, schlanke oder ältere Vierbeiner profitieren von einer gezielten Fettzufuhr.

Welche Zusätze sind bei der Fütterung von BARF-Fett zu empfehlen?

Ergänzend eignen sich ausgewählte Öle zur Optimierung der Fettsäuren.

 

Wie lagere ich BARF-Fett richtig?

BARF-Fett wird als Frostfutter tiefgekühlt gelagert und hygienisch verpackt aufbewahrt.

Wie lange sollte man BARF-Fett auftauen lassen?

Zum Auftauen reichen mehrere Stunden im Kühlschrank, um die Qualität zu erhalten.

Welches Fett eignet sich am besten zum Barfen?

Grundsätzlich: Rohes Fett. Welche genaue Sorte gewählt wird, ist von der individuellen Verträglichkeit abhängig.

Wie gesund ist BARF-Fett?

Hochwertiges BARF-Fett unterstützt eine ausgewogene Energiezufuhr und fördert Vitalität bei Hunden. Es spielt eine zentrale Rolle im gesunden Stoffwechsel.

Wie gut verdaulich ist BARF-Fett?

Bei passender Fettmenge und schrittweiser Einführung ist BARF-Fett für gesunde Hunde sehr gut verdaulich.

 


 

Hilfreiches Tool:

Fettrechner

 


Begriffserklärung: Rohfett

Rohfett bezeichnet den analytisch bestimmten Fettanteil eines Futtermittels und ist ein fester Bestandteil der klassischen Futtermittelanalyse. Der Rohfettwert gibt an, wie viel Fett und fettähnliche Substanzen in einem Produkt enthalten sind. Dazu zählen nicht nur reine tierische Fette, sondern auch fettlösliche Begleitstoffe wie Wachse, Phospholipide und bestimmte fettlösliche Vitamine. Der Rohfettgehalt wird im Labor mithilfe standardisierter Extraktionsverfahren ermittelt und dient als objektive Vergleichsgröße zwischen verschiedenen Futtermitteln.

Im BARF-Konzept hat Rohfett eine besondere Bedeutung, da Fett die wichtigste Energiequelle in der Rohfütterung darstellt. Während Muskelfleisch primär Rohprotein liefert, bestimmt der Rohfettwert maßgeblich den Energiegehalt der Ration. Ein zu niedriger Rohfettanteil kann dazu führen, dass Hunde trotz ausreichender Futtermenge nicht genügend Energie aufnehmen. Ein zu hoher Rohfettgehalt kann hingegen Verdauung und Stoffwechsel belasten, insbesondere bei empfindlichen Vierbeinern.

Rohfett ist nicht gleichzusetzen mit der tatsächlich gefütterten Fettmenge, da diese zusätzlich durch gezielte Fettzugabe beeinflusst wird. Mithilfe eines Fettrechners lässt sich der gewünschte Fettanteil präzise an Körpermasse, Aktivitätsniveau und Zusammensetzung der BARF-Ration anpassen. Der Rohfettwert dient dabei als wichtige rechnerische Grundlage, um den optimalen Fettgehalt und den passenden Mindestfettgehalt für eine ausgewogene, bedarfsgerechte BARF-Ernährung sicherzustellen.