V E R S A N D H I N W E I S ! Wir gönnen uns eine kleine Weihnachtspause, daher findet am 23. + 24.12.2019 kein Versand statt. Letzter Versandtag vor Weihnachten ist der 21.12.2019.

Vitamin E

05.11.2018 12:21

 

Vitamin E in Bezug auf Futteröle ist in aller Munde, doch was hat es genau damit auf sich?
Dieser Artikel soll auf einfache Art erklären, wie wichtig Vitamin E im Zusammenhang mit Ölen in der Fütterung ist und warum darauf nicht verzichtet werden sollte. Nicht nur für die Haltbarkeit von Ölen, sondern auch im Stoffwechsel ist Vitamin E von großer Bedeutung.

Vitamin E

Warum überhaupt Öle füttern?

Bei BARF werden üblicherweise Öle mit einem hohen Gehalt Omega 3 Fettsäuren (EPA und DHA) genutzt. Es handelt sich dabei um eine Gruppe der essentiellen Fettsäuren, was bedeutet, dass diese mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Daneben zählen auch die Omega 6 Fettsäuren zu den essentiellen Fettsäuren. Beide gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
Grundsätzlich wäre die Versorgung mit diesen Fettsäuren durch eine fleischbasierte Fütterung gegeben und es müssten keine weiteren Gedanken daran verschwendet werden. Ein optimales Verhältnis zwischen Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren ist jedoch nur im Fleisch von wildlebenden Tieren bzw. Tieren aus artgerechter Weidehaltung gegeben. In den meisten Fällen kommt jedoch in der Fütterung mit BARF Fleisch aus Mastbetrieben zum Einsatz. Und dieses Fleisch hat aufgrund der Haltungsbedingungen und Fütterung der Tiere kein günstiges Fettsäurenspektrum mehr: Im klassischen Mastfleisch ist zu wenig Omega 3 enthalten und somit herrscht ein Überschuss an Omega 6 Fettsäuren – das Verhältnis zwischen Omega 3 und Omega 6 ist damit nicht mehr stimmig.
Um dieses Fettsäurenverhältnis im Napf auszugleichen, werden Omega-3-Fettsäuren-lastige Öle eingesetzt, wie Fischöle. Denn das Verhältnis zwischen diesen Fettsäuren ist für den gesunden Stoffwechsel von wichtiger Bedeutung, ein Überschuss von Omega 6 Fettsäuren gilt unter anderem als entzündungsfördernd.

Problem 1: Freie Radikale

Omega 3 Fettsäuren bringen aber ein großes Problem mit sich: Sie sind sehr instabil und oxidieren damit recht leicht. Umgangssprachlich als „ranzig werden“ bezeichnet, nennt die Fachsprache diesen Vorgang Lipidperoxidation, den oxidativen Abbau von Fettsäuren.
Bei diesem natürlichen Vorgang entstehen freie Radikale, die bekanntermaßen eine gesundheitsschädliche Auswirkung haben können. Sie werden im Humanbereich allgemein als zellschädigend betrachtet und werden unter anderem für die Entstehung von Krebserkrankungen verantwortlich gemacht.
Freie Radikale besitzen ein ungepaartes Elektron und sind damit instabil. Das Bestreben von freien Radikalen ist daher, selbst wieder einen stabilen Zustand zu erreichen. Dazu entreißen freie Radikale anderen Molekülen ein Elektron, die dadurch selbst zu einem Radikal werden – denn dann fehlt ihnen ein Elektron. Die Lipidperoxidation löst also eine Kettenreaktion aus, sowohl in der Ölflasche, als auch fortlaufend im Körper, wenn diese freien Radikale mit oxidierten Fettsäuren aufgenommen werden.
Dieser Kreislauf kann nur durchbrochen werden, wenn sogenannte Antioxidantien, auch „Radikalfänger“ genannt, zugeführt werden. Vitamin E zählt zu diesen Radikalfängern. Für die freien Radikale ist es einfacher, ein Elektron aus einem Antioxidans zu übernehmen, als aus anderen Molekülen. Da immer der einfachste Weg genutzt wird, sind somit die anderen Zellen durch die Zufuhr von Antioxidantien geschützt und die Kettenreaktion damit durchbrochen.

 

Freie Radikale

Problem 2: Die Haltbarkeit

Da dieser Vorgang schon bei der Lagerung von Futterölen stattfindet, spielt Vitamin E nicht nur im Körper eine große Rolle. Es verlängert zudem die Haltbarkeit von Omega-3-lastigen Ölen, da Vitamin E als Radikalfänger schon in der Flasche aktiv ist. Es verhindert als das „Ranzigwerden“ und macht freie Radikale unschädlich.
Öle mit einem hohen Gehalt an Omega 3 Fettsäuren ohne Vitamin E Zusatz sollte nicht länger als 6 Wochen verwendet, etwa ab diesem Zeitpunkt ist die Gefahr gegeben, dass ein Öl ranzig ist. Anfangs erkennt man diesen Verderb nicht zwingend an Geruch oder Optik des Öls, bis es soweit ist, muss die Oxidation sehr weit fortgeschritten sein.
Die Haltbarkeit von reinen Ölen kann durch die Zugabe von Vitamin E direkt in die Flasche erhöht werden. Empfohlen werden hier 10 IE Vitamin E pro Milliliter Öl, hierzu können z.B. die Vitamin E Tropfen von Allcura genutzt werden. Das Vitamin E sollte im besten Fall sofort nach dem erstmaligen Öffnen der Flasche zugegeben werden. Durch den Zusatz von Vitamin E erhöht sich die Haltbarkeit von Futterölen bei sachgemäßer Lagerung (kühl und dunkel) auf bis zu 12 Wochen.

Fazit

Vitamin E ist sowohl für die Haltbarkeit von Futterölen als auch im Stoffwechsel von enormer Bedeutung. Werden Omega 3-lastige Öle gefüttert, die nicht mit Vitamin E versetzt sind, fehlen für den gesunden Stoffwechsel wichtige Bausteine, was auf Dauer die Gesundheit beeinträchtigen kann.
Auf den Zusatz von Vitamin E sollte also nicht verzichtet werden.
Das Vitamin E kann einem reinen Öl separat hinzugefügt werden, oder man nutzt gleich ein Öl, das bereits Vitamin E enthält, wie unser BARF Balance Omega 3-6-9 Öl.
NEU! Auch unser Dorschlebertran – der ebenfalls einen hohen Gehalt an Omega 3 Fettsäuren besitzt - ist nun mit Vitamin E angereichert.