Lachsöl

2025-06-05 10:55:00 / Wissenswertes BARF
Lachsöl - Lachsöl für Hunde und Katzen

Warum sich in unserem Sortiment kein Lachsöl findet

Lachsöl gilt als beliebte Futterergänzung für Hunde und Katzen – es soll das Immunsystem stärken, Haut und Fell verbessern und entzündungshemmend wirken. Verantwortlich für diese positiven Effekte sind vor allem zwei Omega-3-Fettsäuren: EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure).

Neben diesen grundsätzlichen, gesundheitsfördernden Eigenschaften kommt in selbstzubereiteten Rationen für Hunde und Katzen – ob gekocht oder roh – aber auch das Verhältnis zwischen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren ins Spiel: In fleischlastigen Rationen besteht ein Überschuss von entzündungsfördernden Omega 6 Fettsäuren und dieser Überschuss muss durch die gezielte Zufuhr von Omega 3 Fettsäuren (EPA und DHA) ausgeglichen werden.

Doch wie viel dieser Omega 3 Fettsäuren stecken wirklich in handelsüblichem Lachsöl?

Kurz: Der Schein trügt.
Viele Tierhalter gehen davon aus, dass Lachsöl automatisch sehr reich an EPA und DHA ist. In Wahrheit enthalten die meisten handelsüblichen Lachsöle – insbesondere solche für Tiere – jedoch deutlich unter 10 % EPA und DHA zusammen, viele knacken sogar nicht einmal die 5 %. 
Das bedeutet, um eine sinnvolle Zufuhr zu erreichen, wären hohe Mengen eines solchen Öls nötig.

Wichtig: Nicht die Angabe der gesamten Omega 3 Fettsäuren ist maßgeblich zu Beurteilung der Qualität eines Lachsöl, sondern explizit die Angabe zum Gehalt von EPA und DHA.

Warum ist der Gehalt an EPA und DHA in Lachsöl so gering?

Der vergleichsweise niedrige Gehalt an EPA und DHA in handelsüblichem Lachsöl hat mehrere Gründe:

Lachs enthält weniger Omega-3 als andere Fischarten
Im Vergleich zu kleinen, fettreichen Kaltwasserfischen wie Sardinen, Hering oder Anchovis enthält Lachs von Natur aus weniger EPA und DHA. Das liegt daran, dass Lachs größere Fettreserven anlegt, die aber nicht so konzentriert mit Omega-3-Fettsäuren gefüllt sind. Zudem stammt ein großer Teil des Lachsöls aus Zuchtlachs, durch die Haltung und Fütterung der Zuchtlachse sinkt der Omega 3-Gehalt im Lachs.

Geringe Standardisierung
Viele Tierprodukte mit Lachsöl basieren auf Rohöl, das nicht weiter aufgereinigt oder konzentriert wird. Dadurch ist der Omega-3-Gehalt vom natürlichen Fettprofil des verwendeten Lachses abhängig – und der ist oft schwankend und niedrig.
Während Fischölkonzentrate (z. B. aus Sardinen) gezielt auf 30–80 % EPA+DHA angereichert werden,  bleibt Lachsöl meist bei seinem natürlichen Gehalt – oft nur 3–5 %.

Aus Marketingsicht klingt "Lachsöl" natürlich hochwertig, edel und gesund. Viele setzen darauf – auch wenn das Produkt inhaltlich keine besonders hohe Wirksamkeit hat. In vielen Fällen steht also der Name im Vordergrund, nicht der Gehalt an wirksamen Fettsäuren.

Gibt es Lachsöl mit hohem Omega-3-Gehalt?

Ja, aber das ist selten. Einige hochwertige Produkte enthalten tatsächlich 10–15 % EPA+DHA, meist durch besondere Verarbeitung oder Auswahl fettreicher Lachspartien. Solche Öle sind jedoch eher im Humanbereich und seltener bei Futterergänzungen zu finden.
Nur die Einsicht in die ausführliche Analyse lässt eine Beurteilung der Qualität zu, eine solche Analyse fehlt aber häufig. Anders als bei hochwertigen Humanpräparaten sind viele Lachsöle für Tiere nicht vollständig analytisch deklariert und man erhält auch auf Nachfrage manchmal keine detaillierten Informationen. Der Gesamtgehalt an Omega-3 wird zwar oft angegeben – aber nicht aufgeschlüsselt in EPA, DHA und andere Omega 3 Fettsäuren.
Teilweise wird nur der Rohfettgehalt genannt – was wenig über die Qualität aussagt.

Was ist die Alternative zu Lachsöl?

Fischöle aus z.B. Sardine, Anchovis oder Hering: Diese enthalten natürlicherweise deutlich mehr EPA und DHA.  
Daher setzen wir in unserem BARF Balance Omega 3-6-9 Öl nicht auf Lachsöl, sondern auf gemischtes Fischöl. In unserer Ölmischung kommen wir so auf einen Gehalt an EPA und DHA von ca. 25%, somit ist im Vergleich zu herkömmlichem Lachsöl eine deutlich geringere Menge nötig.

Lachsöl wirkt auf den ersten Blick günstig, doch der Preis relativiert sich aufgrund der tatsächlich enthaltenen Menge an EPA und DHA. 

Fisch für Hunde

Preisvergleich: Lachsöl (5 % EPA + DHA) vs. BARF Balance Omega 3-6-9 Öl (25 % EPA + DHA)

Produkt Preis EPA+DHA-Gehalt EPA+DHA pro 1 ml Menge für
500 mg EPA+DHA
Kosten pro
500 mg EPA+DHA
Lachsöl 10 € / 500 ml 5 % 50 mg 10 ml 0,20 EUR
BARF Balance
Omega 3-6-9 Öl
14,90 € / 250 ml 25 % 250 mg 2 ml 0,16 EUR

Oft sind Lachsöle aber überhaupt nicht so günstig wie in diesem Rechenbeispiel, sondern kommen dem Preis von hochwertigen Ölen, wie unserem BARF Balance Omega 3-6-9 Öl sehr nahe – was diese Lachsöle damit noch weniger preiswert macht.

Häufig ist die angegebene Fütterungsempfehlung von Lachsölen mit geringem Gehalt EPA + DHA auch ähnlich wie bei konzentrierteren Ölen – was jedoch überhaupt keinen Sinn macht, wenn der obige Vergleich berücksichtigt wird.

Wird die nötige Zufuhr konkret über den EPA + DHA-Gehalt errechnet, sind hohe Mengen nötig, die gleichzeitig natürlich auch mehr Fett zuführen, was zu Übergewicht und/oder Verdauungsproblemen führen kann.

Zusammengefasst:
Von hochwertigem Fischöl ist nur einen Bruchteil der Menge nötig, um denselben Effekt wie mit herkömmlichem Lachsöl zu erzielen – in dem obigen, realistischen Beispiel nur ein Fünftel der Menge.
Das bedeutet: Weniger Fett, weniger Kalorien, bessere Wirkung.
Und: Trotz des höheren Literpreises ist Fischöl auf die wirksame Dosis gerechnet sogar oft günstiger.

Worauf sollte beim Kauf von Lachsöl geachtet werden?

  • Transparenz: Gibt der Hersteller den Gehalt an EPA und DHA konkret an?
  • Analysezertifikate: Gibt es Labornachweise für die Fettsäurewerte?
  • Menge pro Portion: Rechne nach, wie viel mg EPA+DHA dein Tier täglich bekommt.

Fazit

Lachsöl ist nicht gleich Lachsöl. Wer sein Tier sinnvoll und gezielt mit den essentiellen Omega 3 Fettsäuren EPA und DHA versorgen möchte, sollte nicht nur auf den Namen, sondern vor allem auf die Qualität und ernährungsphysiologische Wertigkeit des Öls achten. Mit gewöhnlichem Lachsöl lässt sich eine sinnvolle Versorgung mit EPA und DHA nur mit hohen Mengen erreichen und es müssen unerwünschte Nebeneffekte durch den hohen Fettgehalt in Kauf genommen werden.
In den meisten Fällen sind Fischöle daher die bessere Wahl als reines Lachsöl.

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